Mein eigenes Photo Booth

Aus einer kleinen Idee wurde ein spannendes Projekt. Die Möglichkeiten, wie man ein Photo Booth aufzieht (Optik, Hardware, Software), sind vielfältig. Und wie so oft steckt der Teufel im Detail. Das Ergebnis ist ein wie ich finde schickes Photo Booth im Regal-Look. Mein Fotokastl!

Die ersten Schritte...

Irgendwann im Herbst 2014 kam bei mir der Wunsch auf, ein eigenes Photo Booth zu basteln. So schwer konnte das ja wohl nicht sein, dachte ich. Und die Kosten dafür würden sich auch in Grenzen halten: Blitz und Tablet standen zur Verfügung und meiner seit langem unbenutzten Canon 40d könnte ich damit auch noch einen sinnvollen Lebensabend bescheren.


Nach ausführlicher Internetrecherche und stundenlangem Lesen von diversen Blogs war ein erster Plan geboren: Das ganze Equipment sollte in einer einfachen Holzkiste untergebracht werden und auf ein Stativ gepackt werden. Optisch und technisch wollte ich zunächst alles recht simpel halten. Das noch benötigte Equipment wurde im Internet bestellt (Kiste, Canon Selphy Drucker, Fernauslöser, Funkauslöser für den Blitz, Wi-Fi SD-Karte) und gleich nach Lieferung das Zusammenspiel der technischen Komponenten getestet. Die Erkenntnisse:

  1. Technisch gesehen funktionierte mein Ansatz.
  2. Der Drucker Canon Selphy ist leider wie befürchtet zu langsam und fasst viel zu wenig Papier (zumindest für größere Events).
  3. Eine andere "Verpackung" musste her! Die Kiste ist etwas klein und definitiv kein Augenschmaus.

Ein Kastl muss her!

Also wieder zurück an den Start (zumindest fast) und sich den Kopf darüber zerbrechen, wie das Photo Booth aussehen soll. Und von einem Moment auf den nächsten war es klar: wie ein Regal. Diese Teile hier bildeten die Grundlage für meine Konstruktion, die ausreichend Platz für Kamera, Tablet, Blitz, Verteiler, die ganzen Kabel, einen anständigen Drucker und letztlich sogar Ablageflächen für Requisiten, Visitenkarten, etc. bietet.

 

In Anbetracht des fehlenden Werkzeugs überließ ich das Zusammenzimmern der Regale und Ausschneiden der Löcher einem Bekannten (Danke Manfred!). Okay, ehrlich gesagt bin ich eine handwerkliche Niete und wollte mir einen Rückschlag und den Kauf neuer Regale ersparen. Zum Glück hatte ich Manfred! Er hat sich voll ins Zeug gelegt, alles fein säuberlich so umgesetzt, wie ich mir das vorgestellt habe und er hatte überdies eine super Idee, wie die einzelnen Regale zusammengebaut und wieder auseinandergenommen werden können. Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden.

 

Das Problem mit der Verpackung war somit gelöst. Blieb noch das Druckerproblem. Etwas Schnelles, nicht allzu Teures musste her. Ich entschied mich für einen gebrauchten Thermosublimationsdrucker (DNP DS-RX1). Der druckt in 15-20 Sekunden ein Bild. Technisch stand ich aber vor einem neuen Problem: Der DNP-Drucker lässt sich nicht so einfach über AirPrint ansteuern. Die Lösung: Ich gehe den Umweg über ein Notebook und Lightroom. Konkret heißt das: Die Leute fotografieren sich mittels Funkauslöser selbst und sehen das gemachte Bild kurz danach am Tablet, welches ins Fotokastl eingebaut ist. Die Fotos werden außerdem auf das Notebook übertragen und Wunsch von mir ausgedruckt.

I proudly present: Das Fotokastl

Fehlte nur noch ein Name. Photo Booth, Fotobox, Fotoautomat, etc. hätte es wohl auch getan, aber irgendwie wollte ich mich abheben. Und wieder schoss es mir ein wie ein Blitz: Fotokastl! Das trifft's ganz gut und überdies - wie geil - ermöglicht diese Bezeichnung die Integration meines Firmennamens Fotoko in das Fotokastl-Logo.


Die Feuertaufe hat das Fotokastl mittlerweile erfolgreich überstanden. Die Gäste hatten ihren Spaß beim Posen und Fotografieren und die Möglichkeit, die Fotos gleich direkt als Abzug mitzunehmen, wurde reichlich genutzt.


Wie es aussieht, wird das Fotokastl heuer noch zu einigen Einsätzen kommen. Einige Anfragen bzw. Buchungen für Hochzeiten und andere Events sind bereits eingegangen. Infos zu den angebotenen Paketen gibt es hier.

Nach ursprünglichem Plan wollte ich mit diesem Equipment das Auslangen finden.

Die ersten Tests verliefen zufriedenstellend.

Die kleine Holzkiste könnte wohl doch etwas zu klein sein und macht optisch auch nicht viel her. Wie wär's mit einem ganzen Kastl?

Bei den Tischlerarbeiten bekam ich Unterstützung. Ich hätte das nicht auf die Reihe gekriegt!

Wie cool ... das Fotokastl-Logo inkludiert das Fotoko-Firmenlogo.

Cheese! Der erste Einsatz war super. Das Fotokastl wurde von den Gästen ausgiebig genutzt.


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